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FAQ
Nach Themen geordnet
Biologische Zahnmedizin & Diagnostik
Was bedeutet biologische Zahnmedizin?
Biologische Zahnmedizin bedeutet, die Auswirkungen einer zahnärztlichen Behandlung auf den Gesamtorganismus zu verstehen und zu berücksichtigen. Sie zielt darauf ab, mögliche Belastungen im Mund zu erkennen und zu reduzieren.
Es ist eine Zahnmedizin, die Ursachen erkennt, den Körper möglichst wenig belastet und langfristige Mund- und Allgemeingesundheit unterstützt.
Was passiert bei der biologischen Erstdiagnostik?
In der biologischen Erstdiagnostik nehmen wir uns sehr viel Zeit für Sie – nur so ist eine ganzheitliche Evaluation möglich. Vorab ermitteln wir mit einem ausführlichen Anamnesebogen, welche gesundheitlichen Themen Sie mitbringen. Dabei geht es weniger um Zahnschmerzen als um allgemeinmedizinische Beschwerden.
Bei der Befunderhebung untersuchen wir alle Zähne, das Zahnfleisch und die Mundschleimhäute genau und prüfen die Funktion von Kiefergelenk, Zunge, Muskulatur und Atmung. Auch eine Meridiananalyse ist Bestandteil der Untersuchung. An wurzelbehandelten Zähnen prüfen wir deren Toxizität.
Anschließend erstellen wir ein 3D-Röntgenbild (DVT), um mögliche Entzündungen beurteilen zu können. Es folgt eine Blutabnahme, um Ihre Behandlung optimal planen zu können. Nach Erhalt der Blutanalyse besprechen wir mit Ihnen das weitere Vorgehen.
Wann ist ein DVT sinnvoll?
Ein DVT ist eine dreidimensionale Röntgenaufnahme des Kiefers. Sie ist sinnvoll, wenn zweidimensionale Röntgenbilder nicht ausreichen, um Knochen, Entzündungen, Nervenverläufe, Kieferhöhlen oder alte Extraktionsgebiete sicher zu beurteilen.
Wir nutzen DVT-Aufnahmen vor allem bei Implantatplanungen, Weisheitszahnentfernungen, unklaren Entzündungen, wurzelbehandelten Zähnen, zur Diagnostik von Störfeldern und FDOK/NICO, bei komplexen Sanierungen und chirurgischen Eingriffen. Durch die räumliche Darstellung können wir Befunde genauer einordnen, Risiken besser abschätzen und Ihre Behandlung präziser planen.
Welche Bedeutung haben die Meridiane?
In der biologischen Zahnmedizin betrachten wir den Körper als vernetztes System. Nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist jeder Zahn einem bestimmten Meridian zugeordnet – einer Energieleitbahn, die mit verschiedenen Organen und Körperregionen in Verbindung steht.
Deshalb beziehen wir die Meridianzuordnung ergänzend in unsere Diagnostik ein. Zeigt ein Zahn Auffälligkeiten oder bestehen chronische Beschwerden ohne eindeutige Ursache, kann dieser Zusammenhang zusätzliche Hinweise liefern. Die Meridiananalyse ergänzt klinische Untersuchung, DVT, Laborwerte und weitere Befunde um eine ganzheitliche Betrachtungsweise.
Was bedeutet ganzheitliche Zahnsanierung?
Eine ganzheitliche Zahnsanierung ist eine umfassende Behandlung bei komplexen Befunden. Dabei geht es nicht nur darum, einzelne Zähne zu reparieren, sondern Funktion, Ästhetik, Materialien, Entzündungen und biologische Verträglichkeit gemeinsam zu betrachten.
Typische Themen sind alte Füllungen, Kronen oder Brücken, Metalle im Mund, wurzelbehandelte Zähne, Störfelder, Entzündungen, Bissprobleme oder fehlende Zähne. Daraus entsteht ein Behandlungskonzept, das Schritt für Schritt geplant wird – für eine stabile, verträgliche und möglichst metallfreie Versorgung mit gesunder Funktion und natürlicher Ästhetik.
Wurzelbehandelte Zähne & Störfelder
Welche Rolle spielen wurzelbehandelte Zähne?
Wurzelbehandelte Zähne können lange beschwerdefrei bleiben, werden in der biologischen Zahnmedizin aber besonders sorgfältig beurteilt. Nach einer Wurzelkanalbehandlung ist der Zahn biologisch nicht mehr lebendig. In feinen Seitenkanälen und Dentinkanälchen bleiben selbst bei sorgfältigster Behandlung bakterielle Rückstände und Stoffwechselprodukte wie Mercaptane und Thioether zurück.
Diese Schwefelverbindungen sind potenzielle Belastungsfaktoren für Immunsystem und Entzündungsregulation. Deshalb beurteilen wir wurzelbehandelte Zähne nicht nur nach Schmerzfreiheit, sondern auch im Zusammenhang mit DVT-Befund, OroTox-Test, Blutanalyse, Entzündungszeichen und Ihrer allgemeinen Gesundheit.
Welche Alternativen gibt es zur Wurzelkanalbehandlung?
Unser erstes Ziel ist immer, eine Wurzelkanalbehandlung möglichst zu vermeiden. Solange ein Zahn vital ist, versuchen wir den Zahnnerv zu beruhigen, Entzündungen zu reduzieren und die natürliche Vitalität des Zahnes zu erhalten.
Ist der Zahnnerv nicht mehr erhaltungsfähig, stellt sich die Frage: toten Zahn erhalten – oder biologisch sinnvoll ersetzen? In vielen Fällen ist die schonende Entfernung des Zahnes und – wenn die Voraussetzungen stimmen – ein keramisches Sofortimplantat im selben Termin die konsequentere Lösung. So wird die natürliche Zahnwurzel durch eine metallfreie, gut verträgliche und stabile Lösung ersetzt.
Was sind Mercaptane und Thioether?
Mercaptane und Thioether sind schwefelhaltige Stoffwechselprodukte, die bei bakteriellen Fäulnisprozessen entstehen – unter anderem in wurzelbehandelten Zähnen, wenn Bakterien in feinen Seitenkanälen oder Dentinkanälchen verbleiben.
Die biologische Zahnmedizin sieht diese Stoffe als Belastungsfaktoren, weil sie das Immunsystem aktivieren, Entzündungsprozesse und Zellfunktionen beeinflussen können. Deshalb prüfen wir bei wurzelbehandelten Zähnen auch, ob Hinweise auf solche Stoffwechselprodukte bestehen – ergänzend etwa mit einem OroTox-Test.
Was sind Störfelder / FDOK / NICO?
FDOK und NICO beschreiben chronische Veränderungen im Kieferknochen, die häufig nach Zahnentfernungen, Entzündungen oder im Bereich wurzelbehandelter Zähne entstehen. Der Knochen heilt dabei nicht vollständig stabil aus, sondern kann fettig-degenerative, schlecht durchblutete oder entzündlich veränderte Bereiche entwickeln.
Diese Störfelder bleiben oft lange unbemerkt: Die Schleimhaut sieht unauffällig aus, Schmerzen fehlen häufig und klassische Röntgenbilder zeigen die Veränderungen nicht immer zuverlässig. Trotzdem können solche Areale entzündliche Botenstoffe freisetzen und das Immunsystem dauerhaft belasten.
Wir beziehen FDOK/NICO besonders bei chronischen Beschwerden, Autoimmunerkrankungen, unklarer Erschöpfung, Gesichtsschmerzen, alten Extraktionsgebieten oder wurzelbehandelten Zähnen in die Diagnostik ein – mit DVT, klinischer Untersuchung und gegebenenfalls ergänzenden Laborwerten.
Was ist Ozon und wie wird es eingesetzt?
Ozon ist eine besonders aktive Form von Sauerstoff. In der biologischen Zahnmedizin wird es eingesetzt, um Bakterien, Viren und Pilze im Behandlungsgebiet zu reduzieren und entzündete oder belastete Bereiche gezielt zu desinfizieren.
Wir verwenden Ozon vor allem bei chirurgischen Eingriffen, Störfeldbehandlungen, Zahnentfernungen, Implantationen, Parodontalbehandlungen und in entzündeten Zahn- oder Kieferbereichen. Besonders wichtig ist es dort, wo Gewebe biologisch vorbereitet werden soll – nach der Entfernung entzündeter Areale, vor dem Einbringen von A-PRF oder im Rahmen einer schonenden chirurgischen Behandlung.
Keramikimplantate
Was sind die Vorteile von Keramikimplantaten?
Keramikimplantate bestehen aus Zirkonoxid und sind vollständig metallfrei. Sie enthalten kein Titan, korrodieren nicht und geben keine Metallpartikel an das umliegende Gewebe ab. Dadurch passen sie besonders gut zu einem biologischen Behandlungskonzept.
Knochen und Zahnfleisch lagern sich gut an die Keramikoberfläche an. So kann eine stabile, dichte Weichgewebssituation entstehen – wichtig für Entzündungsfreiheit, Pflegefähigkeit und langfristige Stabilität. Auch ästhetisch sind Keramikimplantate sehr natürlich: Die helle, zahnähnliche Farbe verhindert, dass ein dunkler Metallton durch das Zahnfleisch schimmert.
Wann ist eine Sofortimplantation möglich?
Bei einer Sofortimplantation wird ein nicht erhaltungswürdiger Zahn entfernt und das Implantat im selben Termin eingesetzt. Das ist besonders sinnvoll, wenn der Knochen noch stabil ist, das Zahnfach gut gereinigt werden kann und keine akute, unkontrollierte Entzündung vorliegt.
Der Vorteil: Direkt nach der Zahnentfernung ist der Knochen biologisch aktiv und gut durchblutet. So lassen sich Knochen und Zahnfleisch deutlich besser erhalten und in vielen Fällen zusätzliche Knochenaufbauten, längere Wartezeiten, mehrere Eingriffe und höhere Kosten vermeiden.
Ob eine Sofortimplantation möglich ist, entscheiden wir nach genauer Diagnostik – wichtig sind Knochenangebot, Zahnfleischsituation, Bissposition, allgemeine Gesundheit und eine sorgfältige 3D-Planung.
Prophylaxe & Funktion
Was ist eine biologische Zahnreinigung?
Eine biologische Zahnreinigung ist eine besonders gründliche und verträgliche Form der professionellen Zahnreinigung. Neben der Entfernung von Belägen, Zahnstein und Verfärbungen achten wir besonders auf Zahnfleisch, Mundschleimhaut, Mundflora, Materialien und individuelle Entzündungszeichen.
Wir verwenden möglichst gut verträgliche Produkte und natürliche Wirkstoffe – je nach Situation ätherische Öle, pflanzliche Pflegekomponenten, individuell abgestimmte Polierpasten und Hydroxylapatit zur Remineralisation. Bei entzündetem Zahnfleisch, Parodontitis, Implantaten oder erhöhtem Keimrisiko können ergänzend Ozon, photodynamische Therapie oder mikrobiologische Tests sinnvoll sein.
Warum verwenden wir Hydroxylapatit statt Fluorid?
Hydroxylapatit ist der natürliche Hauptbestandteil des Zahnschmelzes, der zu etwa 95–97 % aus dieser mineralischen Substanz besteht. Damit setzen wir auf einen Wirkstoff, der dem Zahn von Natur aus entspricht.
Hydroxylapatit lagert sich an die Zahnoberfläche an, glättet feine Unebenheiten, verschließt mikroskopisch kleine Defekte und fördert die Remineralisation mit einem zahneigenen Mineral. Es ist sehr gut verträglich, selbst beim Verschlucken.
Fluorid hat in der klassischen Kariesprophylaxe seinen festen Platz. In unserer biologischen Zahnreinigung setzen wir jedoch bevorzugt auf Hydroxylapatit, weil es die natürliche Zahnstruktur gezielt stärkt.
Was ist Myofunktion und Dentosophie?
Myofunktion beschreibt das Zusammenspiel von Zunge, Lippen, Atmung, Schlucken, Kauen und Kiefermuskulatur. Diese Funktionen beeinflussen Kieferentwicklung, Zahnstellung, Biss, Kiefergelenk und Körperhaltung. Geraten sie aus dem Gleichgewicht, entstehen oft Beschwerden wie Pressen, Knirschen, Kiefergelenksprobleme, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen, Schnarchen oder unruhiger Schlaf.
Die Dentosophie ist ein sanftes Behandlungskonzept, das Zahnmedizin, Atmung, Körperhaltung und Muskelbalance verbindet. Im Mittelpunkt steht ein individuell angepasstes Trainingsgerät, der Balancer, kombiniert mit einfachen Übungen. Anders als klassische Zahnspangen oder Knirscherschienen arbeitet die Dentosophie aktiv mit funktionellen Reizen statt passiv mit äußerem Druck.
Was hat Zahnmedizin mit Schlaf zu tun?
Schlaf hängt eng mit Atmung, Zungenlage, Kieferentwicklung und Muskelspannung zusammen. Wird nachts durch den Mund geatmet, liegt die Zunge zu tief oder ist der Unterkiefer ungünstig positioniert, kann der Atemweg enger werden – mit Schnarchen, unruhigem Schlaf oder nächtlichem Pressen und Knirschen.
In der Untersuchung achten wir deshalb auch auf Mundatmung, Zungenlage, Zahnabrieb, Muskelspannung und Kiefergelenk. Bei Bedarf können myofunktionelle Therapie, Dentosophie oder eine Schienentherapie sinnvoll sein – für eine ruhigere Atmung, entspannte Muskulatur und erholsamen Schlaf.
Kosten & Organisation
Werden diese Leistungen von der Krankenkasse übernommen?
Viele Leistungen der biologischen Zahnmedizin, Keramikimplantologie, Dentosophie und regenerativen Begleittherapie gehen über die reine Grundversorgung hinaus. Sie gehören deshalb meist nicht zum regulären Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen und werden in der Regel privat berechnet.
Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif häufig einen Teil der Kosten. Vor jeder umfangreicheren Behandlung erhalten Sie von uns eine transparente Kostenaufstellung.
Erhalte ich vorab eine transparente Kostenplanung?
Ja. Vor jeder umfangreicheren Behandlung besprechen wir Ablauf, Alternativen und Kosten transparent mit Ihnen. Sie erhalten vorab eine Kostenaufstellung oder einen Behandlungs- und Kostenplan zur Einreichung bei Ihrer Versicherung.
Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es?
Ihre Rechnung können Sie bequem per Überweisung begleichen. Bei größeren Behandlungen erhalten Sie vorab eine transparente Kostenplanung, damit Sie die einzelnen Schritte gut vorbereiten können.
Für umfangreichere Therapien besteht bei Bedarf die Möglichkeit einer Teil- oder Ratenzahlung. Die Details besprechen wir individuell und vertraulich mit Ihnen.
Ihre Frage war nicht dabei?
Ihre Mundgesundheit ist ein wichtiger Teil Ihrer gesamten Gesundheit.
Lernen Sie eine Zahnmedizin kennen, die präzise Diagnostik, biologische Zusammenhänge und Ihre individuellen Bedürfnisse miteinander verbindet.
